Länderinformationen zu Kalabrien
Der Appenin prägt immer noch die Landschaft dieser südlichen
Region italienischen Festlandes. Er erstreckt sich im Norden Italiens,
am Ligurischen Meer, schlägt in Mittelitalien einen Bogen zur
Adria und richtet sich dann wieder gen Westen. Kalabrien erstreckt
sich 250 km von der einen im Norden gelegenen Region Lukaniens bis
zum Zipfel des italienischen Stiefels und bildet eine Halbinsel.
Diese wird im Westen vom Tyrrhenischen Meer und im Osten und Süden
vom Ionischen Meer umgeben.
Im Norden liegt das „Pollino Massiv“ mit dichten Wäldern,
die natürliche Grenze zur Lukanien. Das mächtige Silasgebirge liegt
im Osten am Ionischen Meer und gewährt unendliche, weite, schöne
Ausblicke. Den südlichsten Punkt bildet der Berg Aspramonte, der mit Laub-
und Nadelwäldern
bedeckt ist und dessen Felsen ins Ionische Meer hinabragen. Inzwischen durchkreuzt
man die Region auf der Autobahn nach Reggio di Calabria, der Hauptstadt der
Region im Süden, von der man nach Sizilien übersetzen kann. Im Zug
fährt man an der traumhaften Küste auf halber Höhe zwischen
Meer und Felsen entlang. Die Industrialisierung fand hier kaum statt und deswegen
lebt die Bevölkerung hier hauptsächlich von Oliven-, Feigen-, dem
Getreideanbau und der Viehzucht.
Kalabresische Feudalherren riefen im 14. Jahrhundert Arbeitskräfte aus
Piemont herbei. Es kamen Waldenser und diese gründeten neben vielen anderen
Ortschaften „Guardia Piemontese“. Diese diente als Aussichtspunkt
und Wachturm über dem Tyrrhenischen Meer. Das Handelszentrum ist Casenca
im Zentrum Kalabriens für sein „Crati Tal“.
Das „Castello Svevo“, benannt nach den Schwäbischen Hohenstaufer
Königen, mit seiner rötlichen Sandstein-Kathedrale lockt viele Reisende
an und bietet ein schönes Bild.
Contazaro am Ionischen Meer im Osten gelegen wurde von den Byzantinern gegründet,
die sich hier auf der Flucht vor der Malarieaepedemie in ihrer Heimat, niederließen.
Die Stadt war zu Zeiten Karl V berühmt für seine Seidenkunst. In
Tiriolo wurde Stickereien und Spitzen angefertigt. Noch heute kann man den
ein oder anderen Einheimischen mit den leuchtendfarbenen Trachten bewundern.
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